Keime - wir müssen draussen bleiben!

Keime - wir müssen draussen bleiben!

Klinisch rein muss nicht sein!

Du kennst das sicher auch: Ein Abend vor dem Fernseh und Du hast den Eindruck Dein Leben ist in Gefahr. Denn überall lauern angeblich  Keime, die Dir ans Leder wollen. Laut Werbung sind diese  nur mit „antibakteriellen“ oder „desinfizierenden“ Spezialreinigern zu beseitigen.

Das Angebot an diesen speziellen keimtötenden Reinigern ist riesengroß. Das diese Reiniger jedoch die Umwelt und letzlich auch Deine Gesundheit belasten, sagt erstmal keiner. Putzkult gibt Tipps, wie Du in Deiner Wohnung mit einfachen Methoden die mögliche Übertragungen von Bakterien verhindern kannst.

Bakterien sind nicht immer schädlich!

Bakterien sind überall und nicht in jedem Fall schädlich. Manchmal sind wir sogar auf sie angewiesen. Die Darmflora zum Beispiel bewohnen Billionen Kleinstlebewesen, die dabei helfen, Essen zu verdauen, Vitamine zu nutzen und Giftstoffe harmlos zu machen. Eine gute „Keimflora“ stärkt das Immunsystem und verhindert Krankheiten – Keime sind also nicht nur natürlich, sondern sie sind sogar wichtig für die Gesundheit des Menschen. Keime auf der Haut bilden einen natürlichen Schutz. Ohne Milchsäurebakterien gibt´s keinen Joghurt. Furchtbare Vorstellung. Die mit wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnete Mikrobiologin Univ. Prof. Mag. Dr. Renée Schroeder sagt: „In unserem Körper leben 10-mal mehr Bakterien als eigene Körperzellen. Und wenn wir in einer bakterienfreien Umgebung aufwachsen, kann unser Immunsystem nicht lernen“. Daher macht übertriebene Hygiene und Keimfreiheit in der Wohnung gar keinen Sinn. Normalerweise reicht der Einsatz von Allzweck-, Neutral- oder Seifenreinigern für leichte Verschmutzungen. Auch Mikrofaser- und Kunstfasertücher sowie Mopps leisten gute Dienste.

Keime verbreiten sich auf mehr als einem Weg, es gibt aber eine Hauptstraße und die führt über unsere Hände. Die meisten Bakterienstämme leben auf der Hautoberfläche, durch Hautkontakt übertragen wir sie auf andere Menschen. Wenn wir Hände schütteln oder halten, können wir unbeabsichtigt Keime auf Andere übertragen. Sie können aber auch den Umweg über Gegenstände nehmen, die wir anfassen, zum Beispiel Türklinken oder Handys.

Du kannst das Einschleppen und die Vermehrung möglicher Krankheitserreger schon mit ganz einfachen Mitteln verhindern:

  • Ein Fußabstreifer an der Eingangstür verhindert schon mal grobe Verunreinigungen im Haus
  • Schuhe ausziehen, und schon hast Du weniger Schmutz in der Wohnung
  • Öfters mal die Hände waschen nach dem heimkommen, dann bleiben auch die Keime draussen
  • Keller und Nebengebäude besenrein halten. Das verringert das Einnisten von Mäusen, Schaben, Mehlkäfern und anderen Schädlingen.

Mehr Schaden als Nutzen!

Hygienereiniger oder desinfizierende Produkte belasten Umwelt und Gesundheit unnötig. Außerdem werden Krankheitskeime durch den Einsatz von Desinfektionswirkstoffen widerstandsfähiger und sind dadurch in den Krankenhäusern schwerer zu beseitigen. Mittel, die mit der Silbe “ …chlor…“ bezeichnet werden, enthalten Chlorverbindungen, sind reizend oder ätzend und in Haushalten mit Kleinkindern ein Unfall- und Vergiftungsrisiko.

PutzkultTipp:

  • Richten Deine Wohnung so ein, dass sie leicht zu reinigen ist.
  • Weniger Deko, weniger Keime
  • Glatte, feucht wischbare Böden sind besser als Teppichböden
  • Wo hat´s die meisten Keime?

Die meisten denken, die Keimbelastung auim Bad oder WC ist am größten. Weit gefehlt. Die Küche ist der Ort der stärksten Keimbelastung. Aber kein Grund zur Panik! Gefährlich können Krankheitserreger nur werden, wenn sie sich durch große Unsauberkeit oder unsachgemäße Lagerung von Geflügel, Fisch, Fleisch- und Wurstwaren sowie rohen Eiern extrem vermehren.

Wir behaupten,  desinfizierende Wirkstoffe haben in der Küche und im Essen nichts verloren!

Putzkult Tipp:

  • Beim Heimkommen, vor dem Zubereiten von Mahlzeiten und nach jedem Toilettenbesuch Hände waschen.
  • Die Temperatur im Kühlschrank sollte zwischen 2 und 6 ˚C betragen.
  • Am kältesten ist es im Kühlschrank über dem Gemüsefach. Dort ist der richtige Platz für leicht Verderbliches wie Fleisch oder Fisch.
  • Feuchte und schmutzige Geschirr- und Schwammtücher sind ein idealer Nährboden für Keime. Immer luftig aufhängen.
  • Tücher bei 60 ˚C waschen und öfters mal wechseln.
  • Für rohes Fleisch, Geflügel und Fisch ein Schneidbrett mit glatter Oberfläche verwenden. Nach Gebrauch sofort mit Spülmittel und heißem Wasser abwaschen.
  • Im Geschirrspüler reicht eine Temperatur von 50°C aus um hygienisch einwandfreies Geschirr zu erzielen.
  • Keime finden in feuchten und warmen Räumen ideale Lebensbedingungen. Immer gut lüften.           

 Katze, Hund und Meerschweinchen.

Nur wenige Erkrankungen können von Haustieren übertragen werden. Du solltest einfach direkten Kontakt mit dem Kot Deiner Lieblinge vermeiden, den Futternapf täglich reingen und den Käffig einmal die Woche putzen, dann ist alles im grünen Bereich. Für die reinigung tut´s heißes Wasser und ein guter Allzweckreiniger. Dabei solltest Du aber daran denken, dass alle Tiere einen wesnetlich besseren Geruchsinn haben als Du. Daher reagieren sie auch extrem empfindlich auf Duft- und Konservierungsstoffe. Wir empfehlen daher unser Reiniger von Tierfee.

Fazit:

Bad und WC Reiniger mit der Aufschrift 'Antibac', 'Desinfekt', 'Hygienisch rein' sind nicht nötig und gesundheitsbelastend. Auch Luftverbesserer, Duftsprays oder -spender tragen nichts zu einem hygienisch sauberen Bad und WC bei. Daher kannst Du auf Produkte mit desinfizierenden 


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Cornelia Frey

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